Das richtige Verhalten als Elternteil auf und neben dem Spielfeld

Eltern, Erwachsene und Trainer haben eine enorme Wirkung auf Kinder und Jugendliche. Deshalb haben sie selbstverständlich auch eine Vorbildfunktion für alle Heranwachsenden, auch speziell im Jugendsport.

Eltern und auch generell Erwachsene sind die ersten und wichtigsten Bezugspersonen, an denen sich junge Menschen orientieren und die ihnen Werte und Verhaltensweisen vermitteln können, vielleicht sogar sollten. Die Vorbildfunktion der Erwachsenen gegenüber jungen Sportlern hat einen enormen Einfluss auf die Entwicklung und das Verhalten. Durch Orientierung lernen Heranwachsende, was in der Gesellschaft als angemessen und unangemessen gilt und wie sie sich in verschiedenen Situationen verhalten sollten oder müssen. Sie nehmen aber auch negative Verhaltensweisen an und setzen sie im eigenen Leben um, im Regelfall ohne dies zu reflektieren. Daher müssen sich Erwachsene über ihre Rolle im Klaren sein!

Aber um im positiven Fall zu bleiben, können Vorbilder natürlich auch das Selbstbewusstsein von Heranwachsenden stärken. Wenn Jugendliche bzw. Kinder sehen, dass ihre Vorbilder erfolgreich und selbstbewusst sind, können sie sich selbst ähnliche Eigenschaften aneignen und so ihre Fähigkeiten und Stärken in die richtige Richtung lenken, ohne dass sie es merken. Es ist daher wichtig, dass Eltern und Erwachsene ihre Vorbildfunktion bewusst wahrnehmen.
Das Verhalten von Erwachsenen färbt auf Kinder und Jugendliche ab -
auch das Fehlverhalten.

Ein verantwortungsvolles und positiv, wertvolles Verhalten kann eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sein. Beispielsweise kann man besonders hilfsbedürftigen Kindern mehr Zeit und Aufmerksamkeit schenken und ihnen so in schwierigen Situationen helfen und wertvolle Unterstützung anbieten. Oder man ermutigt Heranwachsende verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen (zb. keine Teamkollegen anmeckern, wenn sie Fehler gemacht haben). Eltern von Kindern im Leistungssport (oder auch Breitensport;) könnten sich z.B. auch für die Interessen und Anliegen jugendlicher Fußballer engagieren und sich für ihre Rechte einsetzen. Gibt man ihnen Freiräume und Möglichkeiten in der Mannschaft, können sie ihre eigenen Ideen und besonderen Interessen verfolgen und so ihren individuellen Fähigkeiten/Eigenschaften mehr Ausdruck verleihen.

 

Aber auch das „Grenzen setzen“ gegenüber jungen Fußballern gehört zu den positiven Verhaltensweisen von Erwachsenen, Eltern und Trainern. Man sollte junge Fußballer unbedingt dazu ermutigen, sich an Regeln (auf und neben dem Platz) zu halten, um sich selbst und andere zu schützen (und um wiederum für andere Spieler eine Vorbildfunktion zu sein). Grundsätzlich ist aber immer das positive Verhalten auf und neben dem Platz ein guter Ansatz. Eltern können die Leistung ihres Kindes oder der Mannschaft durch folgende Möglichkeiten positiv hervorheben oder belohnen:

 

  1. Direktes Lob (Zur Leistung direkt gratulieren)

  2. Öffentliche Anerkennung und Ehrungen (in den Socials oder in der Presse, bei Events)

  3. Belohnungen (kleine Geschenke, Pokale, Prämien, Reisen etc.)

  4. Positive Kritik (Mithilfe einer Analyse konstruktiv Stärken betonen)

 

All diese Möglichkeiten können Spielern helfen, sich weiterzuentwickeln und gleichsam lernen sie dadurch, wie man sich als Älterer gegenüber einem Jüngeren verhält.

Eltern können aber auch durch folgende Maßnahmen ihr Kind, ihre Mannschaft oder ihren
Trainer unterstützen, was ebenfalls positive Effekte hat:

  1. finanzielle Unterstützung (z.B. für Trikots, Ausrüstung oder Transportkosten.)

  2. Besorgung von Snacks und Getränken (für Punktspiele oder Turniere)

  3. Positives Anfeuern, auch bei Fehlern ermutigen

  4. Transport oder Fahrdienste

  5. Unterstützung der Organisation (auch beim Training)

  6. Unterstützung bei Mannschaftsfahrten (Auswärtsspiele, Turniere im Ausland)

  7. Ehrenamtliche Tätigkeiten im Verein

  8. Mentale und emotionale Stütze anbieten bei Niederlagen

  9. Fördern einer positiven Mannschaftskultur durch Einzelgespräche mit seinem Kind

     

Und ja: Eltern können auch Vorbild sein für andere Eltern, indem sie sich respektvoll gegenüber anderen Mannschaften und deren Eltern zeigen. Beispielsweise durch…

 

  1. Fairplay (keine Betrugsversuche beim Toraus, Torlinie oder Fouls, die man „erkannt und gesehen haben will“)

  2. Respektvoller und höflicher Umgang (Bitte und Danke sagen, wenn man auf Eltern anderen Mannschaften trifft)

  3. Trainer und Schiedsrichter respektieren (nicht kritisieren) und ihnen Aufmerksamkeit schenken (zuhören und nicht dazwischen reden)

  4. Regeln akzeptieren (Hallenregeln, Alkoholregelungen, etc.)

  5. Vermeidung von Beleidigungen (oder gar aggressivem Verhalten)

  6. Eigentum der anderen Spieler und Mannschaften schätzen und sorgsam benutzen

  7. Rücksichtsvoller Umgang mit der Spielanlage (Müllentsorgung etc.)

 

Fazit

 

Ein vorbildliches Verhalten von Eltern (und Erwachsenen generell) auf und neben dem Fußballplatz trägt zu einem positiven Mannschaftsgeist bei und fördert das Wohlbefinden aller Beteiligten. Die immense Bedeutung der Vorbildfunktion von Erwachsenen ist auch im „normalen“ Leben, abseits von Fußball und co, nicht zu unterschätzen.

 

Ein faires und respektvolles Verhalten sind stets ein guter Ratgeber!

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